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Alle Maßnahmen für Ihr
energieeffizientes Gebäude

Von der Bodenplatte bis zum Dach – alle 11 Sanierungsmaßnahmen verständlich erklärt: Wirkung, Materialien und Förderoptionen.

Interaktiver Gebäudeschnitt

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Realistischer 3D-Gebäudeschnitt eines energetisch sanierten Einfamilienhauses
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1Steildach
2Oberste Decke
3Außenwand
4Fenster
5Kellerdecke
6Bodenplatte
7Kelleraußenwand
8PV-Anlage
9Batteriespeicher
10Wärmepumpe
11Lüftungsanlage

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Alle Maßnahmen

Detailansicht aller 11 Maßnahmen

Jede Maßnahme mit Bild-Platzhalter, technischen Details und Förderhinweisen.

Gebäudehülle & Dämmung

Maßnahmen 1–7 · Wärmeverluste minimieren – der Grundstein jeder Sanierung

① Steildach-Dämmung Steildach-Dämmung Schichtaufbau
U-Wert Ziel: ≤ 0,14 W/(m²K)
Maßnahme 01 · Gebäudehülle

Steildach-Dämmung

Über ein ungedämmtes Dach verliert ein Altbau bis zu 30 % seiner Heizwärme. Die Dachdämmung ist meist die rentabelste Einzelmaßnahme – besonders wenn das Dachgeschoss bewohnt ist.

Je nach Konstruktion wählen wir Zwischensparren-, Aufsparren- oder Untersparrendämmung – oder die Kombination für Maximalwirkung.

~30 %Wärmeverlust
0,14U-Wert W/(m²K)
BEG EM bis 15 % · iSFP-Bonus +5 %
  • Zwischensparrendämmung: Mineralwolle oder Holzfaser 200–240 mm
  • Aufsparrendämmung: Holzfaserdämmplatten als Aufsparrendämmung
  • Unterspannbahn und Dampfbremse für Feuchteschutz erforderlich
  • Ideal kombinierbar mit PV-Anlage oder Solarthermie (Maßnahme 8)
  • iSFP-Bonus erhöht Förderung auf bis zu 20 %
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② Oberste Geschossdecke Oberste Geschossdeckendämmung Schichtaufbau
U-Wert Ziel: ≤ 0,14 W/(m²K)
Maßnahme 02 · Gebäudehülle

Oberste Geschoss­decken­dämmung

Wenn der Dachboden nicht ausgebaut ist, ist die Dämmung der obersten Geschossdecke eine besonders einfache Maßnahme mit kurzer Umsetzungszeit.

Einfache Auflage-Dämmung auf dem Dachboden – ohne aufwändige Arbeiten am Dach. Gesetzlich vorgeschrieben nach GEG §47.

~20 %Energieersparnis
0,14U-Wert W/(m²K)
BEG EM bis 15 % · GEG §47 Pflicht
  • Mineralwolle oder EPS in 20–30 cm Dicke aufgelegt
  • Kein Eingriff in die Dachkonstruktion – schnell und unkompliziert
  • Begehbar oder befahrbar ausführbar (Estrichvariante)
  • GEG §47: Pflichtmaßnahme – Frist unbedingt beachten
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③ Außenwand WDVS Außenwanddämmung WDVS Schichtaufbau
U-Wert Ziel: ≤ 0,20 W/(m²K)
Maßnahme 03 · Gebäudehülle

Außenwand­dämmung
WDVS & VHF

Die Fassade ist die größte Oberfläche – über ungedämmte Außenwände verlieren Altbauten bis zu 35 % ihrer Heizenergie. Das Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) ist die bewährteste Lösung.

Gleichzeitig verschönert eine neue Fassade die Optik und schützt das Mauerwerk dauerhaft vor Witterung und Feuchtigkeit.

~35 %Wandverluste
0,20U-Wert W/(m²K)
BEG EM bis 15 % · iSFP bis 20 %
  • WDVS: EPS- oder Mineralwollplatten direkt auf Mauerwerk
  • VHF: vorgehängte hinterlüftete Fassade – viele Materialien möglich
  • Innendämmung bei Denkmalschutz oder fehlender Außenfläche
  • 14–16 cm Dämmdicke für GEG-konforme Werte ab 18 cm BEG Konform
  • Neue Fassadenoptik – deutliche Wertsteigerung der Immobilie
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④ Fenster & Verglasung Fenstertausch Dreifachverglasung Schichtaufbau
U-Wert Ziel: ≤ 0,95 W/(m²K)
Maßnahme 04 · Gebäudehülle

Fenstertausch &
Dreifachverglasung

Alte Fenster mit Einfachverglasung haben U-Werte von 5,8 W/(m²K). Moderne Dreifachverglasung mit Low-E-Beschichtung erreicht 0,60 W/(m²K) – eine Reduktion um 85 %.

Zugluft, kalte Glasflächen und Kondenswasser verschwinden sofort. Wohnkomfort und Schallschutz steigen deutlich.

~15 %Wärmeverlust
0,60U-Wert Glas
BEG EM bis 15 % Zuschuss
  • Dreifachverglasung mit Argon-/Kryptonfüllung – aktueller Standard
  • Low-E-Beschichtung (Wärmeschutzbeschichtung) auf Scheibe 2
  • Warme Kante: gedämmter Abstandhalter reduziert Randwärmeverlust
  • Rahmen aus Holz-Alu, Kunststoff oder Holz – je nach Wunsch
  • Einbruchschutz RC2/RC3 parallel integrierbar
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⑤ Kellerdecken-Dämmung Kellerdeckendämmung Schichtaufbau
U-Wert Ziel: ≤ 0,25 W/(m²K)
Maßnahme 05 · Gebäudehülle

Kellerdecken­dämmung

Eine wirkungsvolle Maßnahme: Dämmplatten werden von unten an die Kellerdecke befestigt – kein Eingriff in den Wohnraum notwendig.

Kalte Kellerluft kann nicht mehr aufsteigen – der Fußboden im Erdgeschoss wird merklich wärmer.

~10 %Energieersparnis
0,25U-Wert W/(m²K)
BEG EM bis 15 % · GEG §47 Pflicht
  • EPS- oder Mineralwollplatten von unten geklebt und gedübelt
  • Haus bleibt während der Arbeiten bewohnbar
  • GEG §47: Kellerdeckendämmung gesetzlich vorgeschrieben
  • Sinnvolle Vorbereitung für nachträgliche Fußbodenheizung
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⑥ Bodenplatten-Dämmung Bodenplattendämmung Schichtaufbau
U-Wert Ziel: ≤ 0,25 W/(m²K)
Maßnahme 06 · Gebäudehülle

Bodenplatten­dämmung

Druckfeste XPS-Perimeterdämmung unter der Bodenplatte verhindert den Wärmeverlust ins kühle Erdreich (ca. 10–12 °C). Bei Sanierungen kann die Dämmung auch im Estrichaufbau ergänzt werden.

Besonders wichtig bei Einbau einer Fußbodenheizung – ohne Dämmung würde man das Erdreich heizen statt den Raum.

~8 %Energieersparnis
0,25U-Wert W/(m²K)
BEG EM bis 15 % Zuschuss
  • XPS-Platten: druckfest, feuchteunempfindlich, ideal unter Bodenplatte
  • Bei Sanierung: Dämmung im Estrichaufbau (5–10 cm EPS)
  • Beim Neubau EH-40/EH-55 unverzichtbar
  • Perimeter-Dämmung schützt auch Fundamentwände seitlich
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⑦ Kelleraußenwand Kelleraußenwand-Dämmung – Perimeterdämmung mit XPS und Noppenbahn
U-Wert Ziel: ≤ 0,25 W/(m²K)
Maßnahme 07 · Gebäudehülle

Kelleraußen­wand­dämmung

Die erdberührten Kellerwände verlieren erheblich Wärme ans Erdreich. Eine Perimeterdämmung der Kellerwand außen schließt diese Lücke und schützt gleichzeitig die Bauwerksabdichtung.

Besonders bei beheizten Kellern oder bei Kellerausbau sinnvoll – kann mit weiteren Maßnahmen an der Bodenplatte kombiniert werden.

~5 %Energieersparnis
0,25U-Wert W/(m²K)
BEG EM bis 15 % · Kombi mit Bodenplatte empfohlen
  • Perimeter-XPS oder -EPS außen an der Kellerwand
  • Schützt gleichzeitig die Bauwerksabdichtung vor mechanischen Schäden
  • Bei beheiztem Keller besonders rentabel
  • Ideal gemeinsam mit Bodenplattenarbeiten ausführen (Synergieeffekt)
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Energiesysteme & Haustechnik

Maßnahmen 8–11 · Erneuerbare Energien erzeugen, speichern und effizient verteilen

⑧ Photovoltaik PV-Anlage auf Steildach mit Wechselrichter
Ertrag: 900–1.100 kWh/kWp/Jahr
Maßnahme 08 · Energiesystem

Photovoltaik-Anlage

Eine PV-Anlage auf dem Steildach erzeugt kostenlosen Solarstrom direkt aus Sonnenlicht – für Eigenverbrauch, Einspeisung und Ladung des Batteriespeichers.

Kombiniert mit Wärmepumpe und Batteriespeicher erreichen Sie nahezu vollständige Energieautarkie im Sommer.

8–12 kWptypische Anlage EFH
KfW 270 · Steuerbefreiung · EEG-Einspeisevergütung
  • Monokristalline Module – höchster Wirkungsgrad (22–24 %)
  • Wechselrichter: String- oder Mikrowechselrichter je nach Dach
  • Eigenverbrauch mit Speicher steigern: 30 % → 70–80 %
  • Dachintegration oder Aufdachmontage möglich
  • E-Auto-Ladepunkt (Wallbox) direkt mitplanen
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⑨ Batteriespeicher Batteriespeicher Heimspeicher – PV-Wechselrichter mit LiFePO4 Speicher
Speicher: 5–20 kWh
Maßnahme 09 · Energiesystem

Batteriespeicher

Ein Heimspeicher speichert überschüssigen PV-Strom vom Mittag für die Abend- und Nachtstunden. Der Eigenverbrauchsanteil steigt von ca. 30 % (ohne Speicher) auf 70–80 %.

LiFePO4-Technologie (Lithium-Eisenphosphat) gilt als sicherste und langlebigste Batterietechnologie für Hausbatterien.

70–80 %Eigenverbrauch
> 6.000Ladezyklen
Regionale Förderprogramme · Einige Bundesländer fördern
  • LiFePO4: sicher, langlebig, thermisch stabil – aktueller Standard
  • Kapazität 5–20 kWh je nach Haushaltsgröße und PV-Leistung
  • AC- oder DC-gekoppelt – je nach Zeitpunkt der Installation
  • Notstromfähige Systeme (Backup-Funktion) erhältlich
  • Smart-Home-Integration für optimales Lademanagement
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⑩ Wärmepumpe Wärmepumpe Luft-Wasser – Innen- und Außengerät
COP: 3,5 – 5,0
Maßnahme 10 · Energiesystem

Wärmepumpe

Die Wärmepumpe ersetzt Öl- oder Gasheizung und nutzt kostenlose Umweltenergie aus Luft, Erde oder Grundwasser. Pro eingesetzter kWh Strom liefert sie 3,5–5 kWh Wärme (COP).

Kombiniert mit einer PV-Anlage kann die Wärmepumpe einen hohen Anteil des benötigten Stroms selbst erzeugen. Die Maßnahme kann über die entsprechenden Förderprogramme unterstützt werden.

3,5–5,0COP Jahresarbeitszahl
bis 70 %BEG-Förderung
BEG EG bis 70 % · BAFA-Förderung
  • Luft-Wasser-WP: einfache Installation, kein Erdkollektor nötig
  • Sole-Wasser-WP (Erdwärme): höchste Effizienz, konstante Quelle
  • Wasser-Wasser-WP: ideal bei geeignetem Grundwasser
  • Bivalenter Betrieb mit vorhandenem Kessel als Backup möglich
  • GEG 2024: Pflicht zu 65 % erneuerbaren Energien bei Heizungstausch
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⑪ Dezentrale Lüftung Dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
Wärmerückgewinnung: bis 90 %
Maßnahme 11 · Energiesystem

Dezentrale
Lüftungsanlage

Eine kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL) sorgt für frische Luft ohne Wärmeverlust. Die Wärmerückgewinnung entzieht der Abluft bis zu 90 % der Energie und überträgt sie auf die Frischluft.

Dezentrale Geräte können raum- oder zonenweise nachgerüstet werden – ideal für die Sanierung ohne großen Eingriff in die Bausubstanz.

bis 90 %Wärmerückgewinnung
0,3–0,5 W/m³Spezif. Leistung
BEG EM bis 15 % · Bei KfW-Effizienzhaus vorgeschrieben
  • Dezentrale Geräte: je 2 Geräte pro Raum im Wechselbetrieb
  • Zentrale KWL mit Erdwärmetauscher: optimale Effizienz
  • Verhindert Schimmel durch gleichmäßigen Luftaustausch
  • Pollenfilter und HEPA-Filter verfügbar – gut für Allergiker
  • Bei luftdichter Sanierung (Blower-Door < 1,5 h⁻¹) empfohlen
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